(28.04.2011)
Onlinebanking -
Wie gut sind die neuen TANs?
Mehr als 25 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte am
Computer. Die TAN-Listen haben beim Online-Banking wohl bald
ausgedient. Sie gelten als zu unsicher. Viele Banken setzen auf
neue Verfahren. Ob die wirklich sicherer sind, erfahren Sie bei
uns.
Warum werden die
TAN-Listen abgeschafft...
Sie gelten als zu unsicher. Sie bieten Hackern zu viele
Angriffspunkte für Manipulationen. Als Kunde merkt man nicht, wenn
Überweisungen verändert werden, wenn zum Beispiel die Kontonummer
oder der Betrag manipuliert wird.
Welche neuen TAN-Verfahren gibt es...
Mit Minicomputer und Handy sollen die Geldgeschäfte im Internet
sicherer werden. Die klassischen TAN-Listen sind damit
überflüssig. Die neuen Verfahren heißen: mobileTAN per SMS und
chipTAN mit Generator.
- mobileTAN per SMS:
Bei diesem Verfahren wird die Nummer zur Freigabe einer
Überweisung per SMS auf das eigene Handy geschickt. Die TAN-Nummer
gilt nur für wenige Minuten und auch nur für eine bestimmte
Überweisung.
- chipTAN mit Generator:
Beim Chip-TAN-Verfahren braucht man ein extra Lesegerät, einen
sogenannten TAN-Generator. Der sieht aus wie ein kleiner
Taschenrechner. Die Bankkarte wird in das Lesegerät gesteckt und
dann an einen Code auf dem PC-Bildschirm gehalten. So werden die
Daten übermittelt und sie erscheinen im Display des Generators.
Erst wenn man den Auftrag bestätigt hat, bekommt man eine
TAN-Nummer, um die Überweisung abzuschließen.
Wie funktioniert das...
Im Gegensatz zur jetzigen Lösung gibt es bei beiden Verfahren
einen Zwischenschritt. Man bekommt die Überweisungsdaten noch
einmal von seiner Bank zurückgeschickt und kann sie genau
überprüfen. Sollte etwas nicht stimmen, lässt sich das Ganze
einfach abbrechen. So ist die Gefahr, dass Hacker einen Auftrag
manipulieren, kleiner. Wenn Kontonummer oder Betrag verändert
werden, fällt das auf.
Was muss man noch beachten...
Hundertprozentige Sicherheit bekommt der Online-Banker auch mit
den neuen Verfahren nicht. Denn auch die Cyberkriminellen rüsten
immer nach. Einige Dinge sollten generell beachtet werden. Der
Virenschutz und die Sicherheits-Updates am PC müssen immer aktuell
sein. Und in der Adresszeile sollte „https://" statt nur „http://"
stehen.
Mit welchen Kosten muss man rechnen...
Beim Chip-TAN-Verfahren muss man das Kartenlesegerät kaufen. Es
kostet einmalig um die zehn Euro. Das SMS-TAN-Verfahren ist meist
kostenlos. Viele Banken bezahlen die SMS. Einige Geldinstitute
wälzen die SMS-Kosten dagegen auf ihre Kunden ab.
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