(01.10.2010)
Kautionsbürgschaft
Ein Umzug ist teuer. Und oft ist es die Mietkaution für die neue
Wohnung, die ein richtig großes Loch ins Budget reißt. In letzter
Zeit hört man aber immer häufiger, dass Banken für die Mietkaution
bürgen. Klingt erst einmal günstig. Man sollte aber trotzdem
nachrechnen.
Was ist eine Kautionsbürgschaft?
Im Normalfall beträgt die Kaution für eine neue Wohnung drei
Monatsmieten ohne Nebenkosten. Der Vermieter legt das Geld auf
einem Sparkonto an und zahlt es wieder aus, wenn ein neuer Umzug
ansteht. Oder er verwendet es für die Renovierung der Wohnung. Man
kann sich das Geld dafür zusammenborgen oder sein Konto
überziehen. Eine dritte Möglichkeit: Eine Bank bürgt für die Summe
der Kaution. Allerdings besteht die Möglichkeit nur dann, wenn
auch der Vermieter einverstanden und diese Methode im Mietvertrag
festgelegt ist.
Wie funktioniert es?
Die Bank versichert dem Vermieter, dass sie ihm das Geld der
Kaution zahlt, sollte es nötig sein. Das Geld holt sich die Bank
wiederum beim Mieter zurück.
Kostet es was?
Es gibt Vereine, die gegen eine einmalige Eintrittsgebühr
Bürgschaften übernehmen. Sowohl diese Vereine als auch Banken
verlangen außerdem eine jährliche Zahlung von fünf bis zehn
Prozent der Kautionssumme.
Wann lohnt es sich?
Die Kautionsbürgschaft lohnt sich, wenn man weiß, wie lange man in
etwa in einer Wohnung bleiben möchte. Langzeitmieter zahlen eher
drauf. Da kann die Gebühr für die Bürgschaft am Ende mehr kosten
als die Kaution selbst wert ist.
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