(19.11.2011)
Ärger mit der
Rechtschutzversicherung - Welche Rechte haben Sie im Ernstfall?
Ein Rechtsstreit ist oft teuer. Wer eine Rechtschutzversicherung
hat, ist dann im Vorteil – scheinbar. Doch nicht immer handelt die
Versicherung im Sinne der Verbraucher. Worauf sollten Sie bei
einer Rechtschutzversicherung achten?
Versicherungs-Bedarf prüfen...
Man sollte zunächst festlegen, für welche Bereiche die
Rechtschutzversicherung gültig sein soll. Oft fühlt man sich
ausreichend versichert - ist es im Ernstfall aber nicht. Denn
manche Bereiche, wie Baurecht, Kapitalrecht oder Familienrecht
werden nicht abgedeckt. Erbstreitigkeiten oder die Prozess-Kosten
bei einer Scheidung bezahlt die Versicherung nicht. Häufig locken
günstige Prämien oder der Wegfall der Selbstbeteiligung, wenn der
Kunde einen Partneranwalt der Versicherung nimmt. Trotzdem ist es
besser sich einen eigenen Anwalt zu suchen, meinen Experten.
Anwalt muss immer im Sinne des Mandanten handeln...
Laut Gesetzt ist das auch das gute Recht jedes Versicherten.
Außerdem müssen Anwälte immer im Sinne des Mandanten handeln.
Macht er das nicht, verstößt er gegen Standesrecht. Ein Abwiegeln
von Klagen, nur um als Partneranwalt der Versicherung Geld zu
sparen, ist somit nicht erlaubt.
Je mehr Bereiche abgedeckt sind - umso teurer wird es...
Rechtschutzversicherungen bieten Pakete für verschiedene Bereiche
an. Vom Berufs-, Privat-, oder Mietrechtsschutz ist fast alles
dabei. Für die meisten Verbraucher spielt der Verkehrsrechtschutz
eine große Rolle. Da kann man dann überlegen, ob man nur diesen
Baustein wählt und auf andere verzichtet - dann wird es
preiswerter. Denn: je mehr Bereiche von der
Rechtschutzversicherung abgedeckt werden, desto teurer wird es am
Ende. Also: genau überlegen, was man versichern lassen will und
eventuell Bereiche ausklammern.
Wartezeiten sind üblich...
Übrigens: Eine Rechtschutzversicherung kann oftmals nicht sofort
nach Abschluss in Anspruch genommen werden. Meistens gibt es eine
Wartezeit von drei Monaten nach Versicherungsbeginn, im
ungünstigsten Fall dauert die sogar sechs bis neun Monate.
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