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Berichte rund um Themen aus dem Alltag des Lebens - Übersicht

(18.08.2011)

 

Auto-Karten - Seriöses Geschäft oder Abzocke...

Wer sein Auto verkaufen will, der hat verschiedene Möglichkeiten. Man kann seine alte Kiste zum Gebrauchtwagen-Händler an der Ecke bringen oder es privat per Klein-Anzeige versuchen. Es gibt aber noch die Möglichkeit sein Auto bei den sogenannten Karten-Händlern loszuwerden. Hat jeder bestimmt schon mal gesehen: Mit kleinen Kärtchen an der Auto-Seitenscheibe, werben die Gebrauchtwagen-Profis für ihr Geschäft. Ist das seriös oder Abzocke?


Nicht viel für Gebrauchte...

Meist steht auf den bunten Kärtchen: „Bargeld sofort" oder „Gekauft wie gesehen". Das klingt erst mal verlockend. Besonders, wenn das Auto schon einige Jahre auf dem Buckel hat und man beim Gebrauchtwagen-Händler seines Vertrauens nicht mehr so viel dafür bekommt. Deutsche Händler kaufen nur ungern alte Autos und zahlen deshalb nicht viel. Denn sie müssen aufgrund der gesetzlichen Gewährleistung ein Jahr Garantie auch für Autos geben, bei denen demnächst wahrscheinlich etwas kaputtgeht.

Nicht überrumpeln lassen...

Trotzdem sollte man bei den Karten-Händlern vorsichtig sein, rät der ADAC. Denn die Karten-Händler kennen etliche Tricks um billig an ein gebrauchtes Auto zu kommen: Sie rücken zum vereinbarten Termin zu zweit an und entdecken beim Blick unter die Motorhaube angebliche Schäden. Oder die Profis versuchen den Interessenten zu einer langen Fahrt zu überreden, nach der er dann eventuell ein viel zu niedriges Angebot nur schwierig absagen kann. Oft machen die Händler auch Druck und wollen das Auto zu einem niedrigen Preis gleich mitnehmen. Also: nicht überrumpeln lassen. Übrigens: Vorsicht vor teuren Telefon-Nummern auf den Kärtchen. 0900er-Nummern können leicht zur Kostenfalle werden.

Wert unabhängig schätzen lassen...

Den Wert des Autos sollte man vorher von einem neutralen Gutachter schätzen lassen. So ein Gutachten kostet zwar zwischen 60 und 120 Euro, aber man hat zumindest dann den realistischen Preis für seinen Gebrauchten. Mit diesem Wissen lässt sich dann auch besser verhandeln und man kann nicht so leicht übers Ohr gehauen werden. Tipp vom Experten: Trifft man sich mit den Kartenhändlern, dann am besten nicht allein. Bei Problemen hat man einen Zeugen.

Immer schriftlich...

Wer sich dann auf einen Deal mit den Karten-Händlern einlässt, der sollte einen Vertrag mit Haftungsausschluss machen. Der verhindert, dass man bis zu zwei Jahre lang haftet, sollte an dem Auto etwas kaputt gehen. Also am besten alles schriftlich! Musterformulare gibt es beispielsweise beim ADAC. Außerdem sollte man das Fahrzeug selber abmelden. Ansonsten haftet man für die Versicherungsprämie, wenn der Käufer den Wagen nicht ummeldet und vielleicht nicht mehr erreichbar ist. Wer nicht unbedingt aus Geldnot sein Auto verkaufen muss, der sollte sich gut überlegen, ob er auf die Angebote auf den bunten Kärtchen eingeht.


 

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